Machen “Killerspiele” Jugendliche zu Amokläufern?
Geschrieben am 18. Mai, 2008 von Kevin. Abgelegt unter Internet, Schule
Diese Frage hört man in letzter Zeit sehr oft in Deutschland, dabei ist dieses Thema nicht neu. Doch was ist wirklich dran an der Behauptung, “Killerspiele” würden die Jugendlichen gewalttätig, dumm machen und schlechte Noten in der Schule hervorrufen? Dieser Frage möchte ich in diesem Artikel auf den Grund gehen.
Der Amoklauf an der Realschule in Emsdetten: Der junge Mann (18) wanderte in seine Schule, mit Sprengsätzen am Körper, die er im ganzen Schulgebäude platzierte, und schoss den Hausmeister und einen Lehrer nieder und verletzte einige Mitschüler. Viele Polizisten erlitten eine Rauchvergiftung, da der 18-Jährige Rauchbomben zündete. Um einer Strafe zu entgehen, beging er am Ende Selbstmord. Ein schreckliches Ereignis, keine Frage.
Nun fordern die Politiker den Verbot von gewaltverherrlichenden Spielen, besonders Counter Strike. Die Aufgabe des Shooter von Valve Software besteht darin, die Bombe zu legen bzw. zu entschärfen und das gegnerische Team auszulöschen. Natürlich ist das ein hartes Spiel, deswegen ist es für Jugendliche ja auch nicht zugänglich.
Doch nicht Counter Strike führte zu seiner Tat. Er hatte keine Freunde, wurde an seiner Schule gemobbt. In einem Beratungsforum schrieb er, dass er zweimal sitzen geblieben sei. Er war von sich selbst enttäuscht und wusste nicht mehr weiter. Er war verzweifelt und flüchtete in seine eigene Welt, in der auch sein Computer eine Rolle spielte.
Aber die Hauptrolle? Im Internet finden sich Beiträge, in denen er erzählt, er hätte seine Schule als Map für Counter Strike nachgebaut. Er wollte Rache, das ist klar. Aber hat ihn Counter Strike zu dieser Tat bewegt? Das darf sehr stark bezweifelt werden.
Ein Tag nach dem Ereignis beschrieb ein Experte in den ARD-Tagesthemen, dass Computerspiele Aggressionsverstärker, aber eher weniger -verursacher sein können. Daran sollten die Politiker anknüpfen und keine hohlen Behauptungen finden um Computerspiele zu verbieten.
Der 18-Jährige sah sich als Verlierer der Gesellschaft, war enorm verzweifelt und wusste keinen Ausweg mehr. Ich spiele nicht oft Counter Strike und ähnliches, aber hin und wieder und ich kann sagen, dass solche Spiele keine Gewalt verursachen, sondern abbauen und beruhigen. Aber vielleicht ist das bei jeder Person anders. Man sollte solchen Leuten, die schier verzweifelt sind, nicht noch ihren letzten Spaß – die Computerspiele – wegnehmen. Das wäre nicht richtig.
Ein Kommentar zum Thema “Killerspiele” von Kevin Hausen.


1 Kommentar
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08. Dez, 2008
also ich spiele auch manchmal sogenante “killerspiele”
und ich bin gut in der schule und würde auch nie auf die dumme idee kommen einen amocklauf zu starten….
meiner meinung nach kann man beim computer spielen agressionen abbauen… und dadurch im alltag ruhiger werden….
Senf dazu geben